Der Münsterland-Giro 2011 

- Ein Toller (DÜMO–Dülmen) Tag

 

Mit annähernd 50 Fahrern für das Team Bürstner-Dümo wurde der Münsterland-Giro als Saisonfinale  gleichzeitig zum Saisonhöhepunkt.

Bei leichtem Nebel, dann aber angenehmen Radfahrtemperaturen wurden wahlweise 60, 100 und 140 Km für insgesamt ca. 4700 Teilnehmer aus 11 Nationen angeboten.

Beto

Mit dem Gastfahrer Carlos Chagas aus Ubatuba, Brasilien stellte die Dülmener Mannschaft dann auch den Teilnehmer mit der deutlich längsten Anreise (10800 Km). Er hatte in Dülmen engagiert mit dem Team auf dem ungewohnten Rennrad trainiert.

Da sich in das Dülmener Team über die Internetseiten von Bürstner und Dümo auch Externe im Team anmelden können, waren  aus dem Schwarzwald, aus Hamburg, aus der Schweiz aber natürlich aus der näheren Umgebung  weitere Fahrer angereist.  Übernachtet wurde nach der obligatorischen Nudelparty mit den Dülmener Fahrern auf dem Firmengelände Dümo-Reisemobile  in einigen Wohnmobilen.

 

Schon die riesige Teilnehmerzahl verdeutlicht den hohen Stellenwert der Veranstaltung in und um Münster, doch diese Zahl war andererseits dann auch mit ursächlich für einige härtere Stürze von denen auch die Bürstner-Dümo Teams nicht verschont blieben.

 

Das optimale Ergebnis eines Wettkampfes ist naturgemäß der Sieg. Ausgerechnet hier im Münsterland beim Hausrennen konnte Oliver Rech für das Team Bürstner-Dümo mit dem Sieg über 100 Km den größten Triumph der Saison einfahren. Er startete erstmals beim Giro und damit als „Neuling“ in Münster in der letzten Startgruppe. Nach dem Start  zog er am gesamten Feld vorbei und gewann dann souverän den Spurt. Seine Fahrzeit betrug so mit 2:41:23 kaum vorstellbare  4 Minuten weniger als der Zweitplazierte.

 

Olli Rech

 

Oliver „Olli“ Rech

 

Eine wirklich sensationelle Leistung, mit der er den Grundstein legte für den zweiten großen Erfolg des Tages:

Das Team Bürstner-Dümo gewann auch die Teamwertung über 100 Km in der weiteren Besetzung: Matthias Jenke (2:46:09), Helmut Sommer (2:46:12), Jan Hakenbeck (2:46:42) und Lars Dinand (2:47:10). Auch dies als „Heimspiel“ die beste Saisonleistung.

 

An diesem Montag schien fast alles möglich zu werden, doch ca 200 m vor dem Ziel im Spurt der Spitzengruppe des 140 Km-Rennens zerplatzte dann nicht nur ein Reifen eines fremden Fahrers, sondern dann in einem Massensturz bei > 50 Km/h auch die  Träume vieler Fahrer und Teams. Aussichtsreich liegend kam u.a. der bis dahin erfolgreichste Fahrer der Saison, Julian Horstmann zu Fall. Zum Glück nur leicht lädiert, querte er zu Fuß, sein zerstörtes Fahrrad im Arm, die Ziellinie nach 3:36:53 und damit nur ca. 2:30 hinter dem Sieger.

 

Diese Zeit und ebenfalls verlorene Sekunden von Jörg Niehues (3:34:21) hätten, hätten…….. – ja sie hätten ein tolles Teamergebnis gebracht, aber der Sport kennt keinen Konjunktiv.

Stark waren auch die „Altherren“ der Masterklasse 3 (>50 Jahre) Hubert Schneider (3:33:49) und Josef Raue (3:34:00). Zusammen mit Phillip Wieskus (3:34:00), der kurzfristig mit eingesprungen war, wurde so der wertvolle 4. Platz erreicht.  Das ist auch ohne Konjunktiv ein toller Erfolg.

 

Den 3. Riesenerfolg des Tages fuhr Johannes Selz ein. Er gewann souverän in 3:34:01 die Juniorenwertung. Der 17-Jährige lag mitten in der Spitzengruppe.

 

 

Dies gilt gleichfalls für Ingo Krah (3:34:07) als 16. in der Klasse Master 1.

Aber auch hier gab es dann einen bitteren Wermutstropfen. Das Schwesterteam aus dem Schwarzwald (Team Bürstner-Kaiserstuhl) fiel durch den Sturz von Jodoko Weixler (an gleicher Stelle) und eine an einer Verkehrsinsel zertrümmerte Felge bei Jan Steinle  aus der Teamwertung.

 

Auch auf der 60 Km Distanz wurde um gute Ergebnisse gerungen.

Melanie Treinzen gewann vor dem Rennen einen besonderen Sieg, sie gewann die Verlosung unter allen Teilnehmerinnen des German Cycling Cups und fliegt im März 2012 für ein 1-wöchiges Trainingslager nach Mallorca.

Auch im Rennen war sie als 13. der Frauenklasse in 1:32:15 erfolgreich und hätte das 60 Km Team in der Besetzung Dominik Noll, Carlos Chagas, Jörn Thyssen, ( alle 1:26) und Sascha Deuker (1:40) weiter nach vorn gebracht. Leider lag hier ein formaler Meldefehler  vor, der die Berücksichtigung in diesem Team verhinderte.

 

Was bleibt ? Ein erfolgreicher Tag für das schnell gewachsene Team, ein unvergessenes Erlebnis bei schönem Wetter im Trubel des Hindenburgplatzes. Eine krönender Saisonabschluss mit positivem Ausblick, das Bürstner-Dümo Team wird auch an den Rennen des German Cycling Cup 2012 teilnehmen, wer möchte noch dabei sein?

 

 

 

 

Weitere Ergebnisse:

140-km-Jedermannrennen

Dittmar Feist 17. Master 3 in 3:45:00
Michael Thyssen 18. Master 3 in  3:45:11 Std.
Dieter Sykora   112. Master 2 in  3:51:03 Std.

Ulli Niehues 124. Master 3 in 3:51:33

Peter Schlageter  70. Männer in 4:10:44

Oliver Windau 170.Master 3 in 4:32:09

100-km-Jedermannrennen
Andreas Meinl 4. Master 3 in 2:48:06 Std..
Tino Weber 191. Master 1 in  3:00:33 Std.

 

 

 

60-km-Jedermannrennen
Dominik Noll 29.Männer in 1:25:58 Std.
Carlos Chagas 62. Master 2 in 1:26:00 Std.
Jörn Thyssen 30. Männer in 1:26:02 Std.
Sascha Deuker 104. Männer in 1:40:44 Std.

Domhöver, Günter 118. Master 3 in 1:40:39
Anne Thyssen 10. Master 3 in 1:40:53 Std.

Martin Lütke Brintrup 244. Master 1 in  1:44:55

 

 

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